Schweizer Nationalpark erleben …
Der Schweizerische Nationalpark umfasst ein besonders eindrückliches Stück alpiner Landschaft mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. In diesem Lebensraum wird die Natur ihrer uneingeschränkten Entwicklung überlassen, der Mensch steht im Hintergrund und ist Zeuge der dynamischen Prozesse, die dieser Landschaft ihren unvergleichlichen Charakter verleihen..


Der SNP wurde vor 100 Jahren gegründet, ist 172 km² gross und ist das grösste Schutzgebiet der Schweiz. Der Schweizer Nationalpark ist der älteste Nationalpark in den Alpen. Gemäss internationaler Naturschutzunion (IUCN) ist er ein Reservat der Kategorie I (höchste Schutzklasse, Wildnisgebiet). Im Schweizer Nationalpark dürfen weder Wege verlassen, Blumen gepflückt, Wiesen gemäht, Tiere getötet noch Bäume gefällt werden. Zum Wandern dürfen auch keine Hunde an der Leine mitgenommen werden. Die Natur ist ganz sich selbst überlassen. Es darf an ihr nichts verändert werden.

Der aussergewöhnliche Reichtum an Alpentieren wie Gämsen, Hirsche und Murmeltiere sind eines der Markenzeichen des Nationalparks. Vielfältige Alpenpflanzen sorgen für Farbe entlang der Wanderwege. Zahlreiche Wanderwege mit unter- schiedlichem Schwierigkeitsgrad bieten Wanderern vielfältige Möglichkeiten.


Tiere:

Im Nationalpark leben 30 Säugetierarten und über 100 Vogelarten, wovon 60 als Brutvogelarten. Von den mehr als 5000 wirbellosen Arten sind die meisten kleine Krabbler und Kriecher.


Pflanzen

Mit mehr als 650 verschiedenen höheren Pflanzenarten ist der Nationalpark überaus reich. Wir stellen hier drei typische Vertreter der Alpenpflanzen im Nationalpark vor. Jede Pflanze hat ihre ökologische Nische, die durch das Angebot an Nährstoffen und das Klima definiert ist. Insbesondere das Hochgebirge fordert von den Pflanzen ein Maximum an Anpassungsfähigkeit.

Das Edelweiss Leontopodium alpinum wurde in den letzten 200 Jahren in rauen Mengen gesammelt und stellenweise fast ausgerottet. Natürlicherweise tritt die filzige Pflanze in grösseren Beständen an sonnigen Kalkhängen bis in eine Höhe von 3000 m auf. Die eigentliche Blüte besteht aus feinen Röhren, die das gelbe Innere des Blütenkopfs bilden. Die sternförmigen Scheinblüten werden durch die weissfilzigen Blätter gebildet. Auf der Fuorcla Val dal Botsch wächst der Rhätische Alpen-Mohn Papaver rhaeticum inmitten von steilen Schuttfeldern auf 2650 m. Dieser Kalkschutt ist äusserst lebensfeindlich, nur wenige Pflanzen können Fuss fassen. Die lange und flexible Pfahlwurzel verankert die Pflanze im Schutt und versorgt sie mit Wasser und Nährstoffen. Der Rhätische Alpen-Mohn ist eine typische Ostalpenpflanze, die nur östlich des Inns vorkommt. Viele Gäste fragen nach einer gelborangen bis orangeroten Pflanze, die im Juli und August in grosser Zahl blüht und bis zu 40 cm hoch wird. Das Eberreiskreuzkraut Senecio abrotanifolius ist eine Ostalpenpflanze, die nur östlich des Inns wächst. Die Pflanze bevorzugt lichte Bergföhrenwälder und steinige, trockene Rasen.



Weitere Informationen finden Sie under dem Link www.nationalpark.ch