Wandern in Zernez …
Schwebe ich schon oder laufe ich noch? Auf 580 km Berg- und Taltouren läuft man zu steinernen Aussichtsbalkonen und Bergbächen, sowie leicht und locker mit dem Kinderwagen rund um die Engadiner Seen. Wenn einer eine Reise daraus macht, könnte er etwa vom Bernina-Trek erzählen. In sieben Tagen führt er in den Süden – und zu tausend Naturerlebnissen.
Wandertipps:

Macun Seenplatte
Seit 2000 gehört das Seenplateau von Macun mit etwa 20 grösseren und kleineren Bergseen zum Gebiet des  Schweizerischen Nationalparks. Die anspruchsvolle Tages-wanderung von ca. 8 Stunden Marschzeit führt Sie in eine einmalige hochalpine Seenlandschaft und auf den 2945 m hohen Munt Baselgia mit einer atemberaubenden Rundsicht. Die weiss-blau-weiss markierte Wanderung kann von Susch, Lavin oder von Zernez aus begonnen werden. Von Zernez ausgehend führt Sie der Weg erst durch waldiges Gebiet den Munt Baselgia hoch. Kurz nach der Überschreitung der Fuorcletta da Barcli erhalten Sie freie Sicht auf das malerische Seenplateau. Geniessen Sie die Hochebene, bevor Sie mit dem Abstieg durchs Val Zeznina nach Susch oder Lavin beginnen. Die Bergwanderung bedingt Trittsicherheit und angemessene Ausrüstung. Im Bereich Munt Baselgia muss zu jeder Jahreszeit mit Schnee oder vereisten Wegen gerechnet werden.

Ausgangspunkt: Zernez, Höhendifferenz: ca. 1500m,
Wanderzeit: ca. 8 Stunden



S-chanf - Fuorcla Val Sassa - Chamanna Cluozza - Zernez
Wer Einsamkeit, Ruhe und Natur pur sucht ist in dieser Ecke des Schweizerischen Nationalparks bestimmt am richtigen Ort.
Von S-chanf aus erreichen Sie nach kurzer Fahrt mit dem Bus den Parkplatz Prasüras am Parkeingang. Kurz nach der Varuschhütte betreten Sie das Gebiet des Nationalparks mit seiner einzigartigen Flora und Fauna.
Bei der Alp Purcher zweigt linkerhand der Wanderweg ins Val Müschauns ab und verlässt bald darauf die Waldgrenze. Die Landschaft wird schroffer und der Weg steiler.
Auf 2837 m ist auf der Fuorcla Val Sassa der höchste Punkt der anspruchsvollen Tour erreicht. Auf der anderen Seite des Übergangs tauchen Sie ins einsame und ursprüngliche Val Sassa ein und folgen dem Fluss ins Val Cluozza.
Nach einem Aufstieg auf der rechten Talseite taucht die Chamanna Cluozza im Wald auf. Die Hütte bietet Übernachtungsplätze für 68 Personen. Geniessen Sie eine Nacht inmitten der Wildnis und schauen Sie am Abend den äsenden Hirschen zu.
Am zweiten Tag haben Sie die Wahl zwischen der einfacheren Wanderung durchs Val Cluozza nach Zernez und der anspruchsvolleren Tour zur Ofenpassstrasse.



Wanderung Steinböcke, Bartgeier im Nationalpark (1)
Der Bus bringt die Wanderer von S-chanf aus bis zum Varusch Parkplatz. Von dort aus ist man bald bei der Varuschhütte und betritt dann den Nationalpark. Durch ursprüngliche, unberührte Landschaften taucht man ins Val Müschauns ein und steigt dann zur Fuorcla Sassa auf. Durch die Steinwüste des Val Sassa erreicht man den Cluozza Bach und anschliessend die dichten Wälder.

Länge: 15 km, Höhendiff: 1256 m,
Zeit: 7.00 h, Max. Höhe: 1882 m.ü.M.

Region: Engadin St.Moritz, Startpunkt: S-chanf, Varusch Parkplatz



Wanderung Steinböcke, Bartgeier im Nationalpark (2)

Die Cluozza Hütte liegt mitten in der Ruhe und Abgeschiedenheit. Sie bietet herrliche Ausblicke in die unberührte Natur und ist ideal für einfache Übernachtungen. Am Morgen kann die kurze Strecke nach Zernez, die oftmals abwärts führt, abgewandert werden. Eine andere Möglichkeit bietet Variante A. Dazu wählt man den steilen Aufstieg hinter der Hütte, der zur Fuorcla Murtèr führt. Unterwegs sieht man vor allem frühmorgens viel Wild (Hirsche, Gämsen, Steinböcke...). Der Abstieg auf der anderen Seite führt durch Legföhren und bietet eindrückliche Ausblicke auf die kanadisch anmutenden Wälder ...


Länge: 8 km, Höhendiff: 324 m,
Zeit: 2.50 h, Max. Höhe: 2126 m.ü.M.

Region: Engadin St.Moritz, Startpunkt: Chamanna Cluozza